Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert eine Vielzahl von Projekten und Initiativen, die sich den technischen und inhaltlichen Entwicklungen der Medienwelt und der veränderten Nutzung der Kinder und Jugendliche widmen.

Die Projekte unterstützen altersgerechte und gute Medienangebote für Kinder und Jugendliche, fördern den kreativen und eigenverantwortlichen Umgang mit Medien und stärken die Medienerziehungskompetenz von Eltern und Fachkräften. Der kreative Umgang mit Medien wird beispielsweise durch Wettbewerbe gefördert, die Kinder und vor allem Jugendliche direkt ansprechen. So fordert beispielsweise der Multimediawettbewerb MB21 die Kreativität Jugendlicher im Umgang mit Medien heraus.

Beim Erwerb von Medienkompetenz wird die Beteiligung von Jugendlichen in den Projekten immer wichtiger. Mit der Förderung der Präventionskampagne "Dein Spiel. Dein Leben. – Find your Level!" konnten neue Ansätze erprobt werden. Unter maßgeblicher Regie von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ausgeprägter Gaming-Affinität konnte für einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit virtuellen Spielewelten und eine „Game-Life-Balance“ sensibilisiert werden. Entstanden sind dabei drei animierte Clips von Jugendlichen, ein Reflected Gamer Button, der jedem Gamer ermöglicht, seinen Mitspielern zu zeigen, dass er sein Spielverhalten reflektiert und sozial verträglich gestaltet sowie Gütekriterien für soziale Spielgemeinschaften.

Thomas Thomer, Unterabteilungsleiter in der Abteilung Jugend des Bundesministeriums für Familie, Senioren Frauen und Jugend

FÜNF FRAGEN AN... THOMAS THOMER, UNTERABTEILUNGSLEITER IN DER ABTEILUNG JUGEND DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR FAMILIE, SENIOREN, FRAUEN UND JUGEND

Wenn Sie ein Videospiel-Held wären, welcher wären Sie?

Ich wäre wohl Pac Man: unermüdlich bei der Arbeit, trotz mancher Widrigkeiten, mit leckerem Obst zwischendurch macht mir das Spaß!

Welchen Beitrag leisten digitale Spiele zur Kultur? Oder anders gefragt: Warum sprechen wir eigentlich von digitaler Spielekultur?

Spielen zählt seit jeher zur Alltagskultur von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Heute durchdringen Medien alle Lebensbereiche und machen natürlich auch beim Spiel nicht Halt. In digitalen Spielen prallen verschiedene Welten aufeinander, was auch Herausforderungen mit sich bringt.

Welches Projekte oder Event, welche Initiative, welcher Trend in der Welt der digitalen Spielekultur liegt Ihnen besonders am Herzen?

Die Kampagne „Dein Spiel. Dein Leben.“ zeigt, wie Spielbegeisterung mit Verantwortung einhergeht und damit Real Life und Game Life im Gleichgewicht bleiben.

Welche Erwartungen haben Sie an die Stiftung Digitale Spielekultur?

Sie tut gut daran, die Perspektive von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu berücksichtigen und dazu Initiativen zu fördern, die einen souveränen und verantwortungsvollen Umgang von Kindern, Jugendlichen und Familien mit digitalen Spielwelten stärken.

Ihr bleibendes Zitat zur digitalen Spielekultur?

 „Spiel ist viel mehr als bloße Spielerei. Ich wünsche mir eine digitale Spielkultur, die Kinder, Jugendliche und Familien stärkt.“

Artikel erschienen am: Mittwoch, 16. Oktober 2013