Deutscher Computerspielpreis 2013

Am 24. April 2013 wurde im Berliner Kino International der Deutsche Computerspielpreis in sieben Kategorien verliehen. Als Bestes Deutsches Spiel wurde das skurrile Point-&-Click-Adventure "Chaos auf Deponia" von Daedalic Entertainment ausgezeichnet.
Moderatorin Jeannine Michaelsen auf der Bühne im Berliner Kino International.
Alle Gewinner und Laudatoren ließen sich am Ende der Preisverleihungsgala nochmals auf der Bühne feiern.

Die Stiftung Digitale Spielekultur und der höchst-dotierte Preis für deutsche Computer- und Videospiele haben die gleichen Wurzeln und gehen auf denselben Bundestags-Beschluss aus dem Jahr 2007 zurück. Der „DCP“ ist das wichtigste und größte Projekt der Stiftung Digitale Spielekultur. Die Stiftung leitet das Awardbüro (Koordination aller Einreichungen und Organisation / Durchführung der Jurysitzungen) und ist die Koordinationsstelle für alle Gewerke. 2013 hat sie maßgeblich dazu beigetragen, dass der Deutsche Computerspielpreis ein großer Erfolg werden konnte.

Die Gala

Bei der feierlichen Preisverleihungsgala im Berliner Kino International waren über 500 geladene Gäste zugegen, weitere 600 Gäste kamen zur After-Show-Party. Moderatorin des Abends war Jeannie Michaelsen. Das musikalische Programm bestritten Sammy Deluxe und die Donots. Unter den Laudatoren fanden sich prominente Namen wie Collien Ulmen-Fernandes, Johanna Klum, Da Bo, Kurt Krömer und das Moderatoren-Team von MTV GameOne. Unter den Preisträgern befanden sich sowohl alte Bekannte als auch völlig neue Gesichter: Die Kasseler Indie-Entwickler vom Black Pants Studio konnten in der Kategorie Bestes Jugendspiel mit "Tiny & Big: Grandpa's Leftovers" überzeugen, nachdem Ihr skurriles Physik-Rätsel-Spiel bereits 2011 als Bestes Nachwuchskonzept ausgezeichnet worden war. Besonderes Aufsehen erregte auch die Auszeichnung von "Menschen auf der Flucht" als Bestes Serious Game, womit der innovative Ansatz gewürdigt wurde, Jugendliche für das Schicksal von Bürgerkriegsflüchtlingen interaktiv und emotional zu sensibilisieren. Alle Preisträger finden Sie hier.

Nach einhelliger Meinung der Gäste einer der Höhepunkte des Abends: Die Laudatio von Kurt Krömer.

Hintergrund

Ausrichter des DCP 2013 sind der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann und auf Seiten der Wirtschaft die beiden Branchen-Verbände BIU e.V. und G.A.M.E. e.V. Die Preisgelder des DCP in Höhe von insgesamt € 385.000 stammen paritätisch von der Politik und den Verbänden.

Der Deutsche Computerspielpreis wird in sieben Kategorien verliehen und ist mit € 385.000 dotiert. In der gemeinsamen Preisverleihung wurde auch LARA - Der Deutsche Games Award in drei Kategorien sowie die LARA of Honor an Entwickler-Legende Richard Garriot verliehen. Die Preisverleihungsgala wurde maßgeblich durch das Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und fand im Rahmen der Deutschen Gamestage 2013 statt.

Näheres zum Deutschen Computerspielpreis, zu den diesjährigen Gewinnern und den Hintergründen des Preises erfahren Sie auf der Website des DCP unter www.deutscher-computerspielpreis.de.

Artikel erschienen am: Mittwoch, 29. Mai 2013