Spielraum

Spielraum wurde Ende 2006 an der Fachhochschule Köln eingerichtet und agiert seither als Netzwerker, als kompetenter Diskussionspartner und Vermittler zwischen den Spielinteressen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und den Sorgen, Bedenken und Einschätzungen von Erziehenden.

Spielraum setzt auf eine kritische, konstruktive und kreative Auseinandersetzung mit dem Thema „Games“. Im Fokus stehen der Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis, die Entwicklung von Best-Practice-Angeboten, die Bereitstellung von kostenlosen Materialien, der Ausbau und die Stärkung des Netzwerkes, die Versachlichung der Diskussion über Games und die Aus- und Weiterbildung von Multiplikatoren, Studierenden, pädagogischen Fachkräften, Eltern und Peers.

Jürgen Sleegers ist Diplom Sozialpädagoge, MedienSpielPädagoge (MA), seit 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule Köln und leitet dort gemeinsam mit Horst Pohlmann das Institut Spielraum.

FÜNF FRAGEN AN... JÜRGEN SLEEGERS, SPIELRAUM

Wenn Sie ein Videospiel-Held wären, welcher wären Sie? Bitte knapp begründen

Entweder Purpur Tentakel – so wäre ich in einem der coolsten Spiele auch mal der Bösewicht. Oder ein einfacher Pixel – dann könnte ich mit anderen zusammen alles werden.

Welchen Beitrag leisten digitale Spiele zur Kultur? Oder anders gefragt: Warum sprechen wir eigentlich von digitaler Spielekultur?

Unser Leben und unsere Spiele sind digitaler geworden, dennoch bleiben Spiel, Kultur, Mensch-Werden und Mensch-Sein nach wie vor mit einander verbunden, fordern und fördern sich, schaffen Entwicklungs-, Erkenntnis- und Erholungsräume und sind wichtige Zutaten, die uns erst richtig menschlich machen.

Welches Projekte oder Event, welche Initiative, welcher Trend in der Welt der digitalen Spielekultur liegt Ihnen besonders am Herzen?

„Games sind kein Problem, sie sind eine Herausforderung!“ - dies sehen zunehmend auch pädagogisch Tätige und sehen in der Herausforderung auch viele Möglichkeiten. Eine offene Grundhaltung Games und Gamern gegenüber bietet mehr Spielraum für Medienpädagogik und andere Erziehungskontexte, als es eine bewahrpädagogische Haltung zuließe und eine kritische Auseinandersetzung ist nicht ausgeschlossen, wenn eine Annäherung auch einmal abseits problem- oder defizitorientierter Pfade verläuft.

Welche Erwartungen haben Sie an die Stiftung Digitale Spielekultur?

Ich wünsche mir, dass die Stiftung ein guter und erfahrener Teamspieler ist und gerne auch in Multiplayer-Spielen wie „Games – mehr als nur Spielerei“, „Medienkompetenz für Medienkompetenzvermittler“ oder „Games – Entdecke die Möglichkeiten. Jetzt mit Pädagogen-Add-On: Schule und Freizeit“ mitspielt. Ich freue mich darüber, dass mit der Stiftung eine neue Netzwerkerin helfen wird, weitere positive Impulse zum Thema „Digitale Spielekultur“ in Richtung Bildung, Politik und Wirtschaft zu geben.

Ihr bleibendes Zitat zur digitalen Spielekultur?

„Spiele muss man spielen, um sie zu verstehen.“ (Motto von gameskompakt)

 

Artikel erschienen am: Montag, 09. Dezember 2013