Video zur Spielung: Krieg im Spiel und im Film.

Am 04. September setzten sich Christian Huberts, Jörg Friedrich, Marcus Stiglegger und Andreas Rauscher mit der Ambivalenz, Faszination und abstoßenden Wirkung kriegerischer Szenarien in Spiel und Film auseinander. Diskutiert wurden vor Publikum das Spiel Spec Ops: The Line und der Film Apocalypse Now. Hier könnt ihr euch die Spielung in voller Länge ansehen.
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Spielung im Filmmuseum Frankfurt from Livestream.watch on Vimeo.

Die erste Spielung im Deutschen Filmmuseum mit dem Thema „Faszination des Grauens. Die Ästhetik des Krieges im Film und im digitalen Spiel“ war ein voller Erfolg. So lautet das Fazit der Stiftung Digitale Spielekultur, dem Veranstalter des Events, und dem Unterstützer der Veranstaltung, BIU–Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware. Die Veranstaltung war Teil des Begleitprogramms der Sonderausstellung „Film & Games“ des Deutschen Filmmuseums. Ähnlich einer klassischen „Lesung“ wird bei einer „Spielung“ ein Videospiel live vorgespielt. In einer lebhaften Diskussionsrunde beleuchteten Experten die wechselseitigen Beziehungen zwischen Film und Videospielen. Zur Veranschaulichung dienten das Computerspiel „Spec Ops: The Line“ des Berliner Entwicklers Yager und der Antikriegsfilm-Klassiker „Apocalypse Now“ von Francis Ford Coppola.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, auf welch unterschiedliche Weise sich Film und digitale Spiele dem Thema Krieg und seinen Grausamkeiten nähern. Unter Moderation von Diplom-Kulturwissenschaftler Christian Huberts diskutierten Dr. Andreas Rauscher, Kurator der Ausstellung Film & Games im Deutschen Filmmuseum, Dr. Marcus Stiglegger, Filmwissenschaftler an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, und Jörg Friedrich, Lead-Level-Designer von Spec Ops, vor vollem Haus die unterschiedlichen Herangehensweisen.

Peter Tscherne, Geschäftsführer der Stiftung Digitale Spielekultur, freut sich über das positive Echo der Veranstaltung: „Digitale Spiele können mittlerweile auf eine 40-jährige Tradition zurückblicken. Sie haben eine eigene Ästhetik und künstlerische Ausdrucksmittel entwickelt und setzen sich mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen auseinander. Mit der Spielung konnte gezeigt werden, dass es reichhaltige Überschneidungen, Referenzen, aber auch eigene Wege der thematischen Auseinandersetzung, zwischen Film und Spiel gibt. Wir freuen uns auf unsere nächste Spielung in Kooperation mit dem BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, am 18. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse.“

„Wir freuen uns sehr, dass die erste Spielung im Deutschen Filmmuseum auf ein solch großes und interessiertes Publikum gestoßen ist“, sagt Dr. Maximilian Schenk, BIU - Geschäftsführer. „Der Erfolg der ersten Spielung bestärkt uns, das innovative Format der Spielung gemeinsam mit der Stiftung Digitale Spielekultur weiter zu verfolgen und weitere Veranstaltungen dieser Art zu realisieren, etwa auf der Frankfurter Buchmesse."

Artikel erschienen am: Dienstag, 15. September 2015